RAUMAUSSTATTER-FREISPRECHUNG

Behaglichkeit und Zweckmäßigkeit
Ihre Prüfungsstücke stellten die frischgebackenen Gesellen des Raumaustatterhandwerks in den Beruflichen Schulen in Bebra vor.

Gute Ideen, Kreativität, theoretische Kenntnisse und natürlich handwerkliches Geschick waren bei der Abschlussprüfung der Raumausstatter und Dekorationsnäher gefragt. Acht von zehn waren erfolgreich, konnten ihre Prüfungsstücke in den Beruflichen Schulen Bebra präsentieren und die Prüfungsbescheinigungen entgegennehmen.
Harmonische Farben, ausgesuchte und edle Materialien von Stoffen, über Bodenbeläge, Tapeten bis zu Beleuchtungen und Assessiors verwendeten die Prüflinge im Raumausstatterhandwerk, um ihre Prüfstücke, auch Kojen genannt, so zu gestalten, dass sie den Ansprüchen des Prüfungsausschusses gerecht wurden. Zuvor musste jedoch der theoretische Teil bewältigt werden. Dazu stand die Analyse eines Raumes bezüglich seiner Lichtverhältnisse, Größe und anderer Kriterien an. Anschließend wurden die Materialien ausgewählt, die Dekoration zunächst auf dem Papier entworfen und dann in die Tat umgesetzt, wobei die saubere Verarbeitung natürlich auch eine Rolle spielt. „Jeder Raum strahlt für sich Behaglichkeit und Zweckmäßigkeit aus“, erklärte Volker Wenzel vom Prüfungsausschuss. Theorie und Praxis ergaben zusammen die Abschlussnote.
Besonders erfolgreich war Katrin Buchenau aus Richelsdorf. Als einzige Auszubildende im Beruf der Dekorationsnäherin schaffte sie aber den besten Abschluss innerhalb der Raumausstatterklasse. Als zweitbeste beziehungsweise beste Raumausstatterin schloss Mareike Bein aus Eiterfeld ab. Daniela Fischer aus Heddersdorf, Kai Dehnhardt (Meckbach), Sven Hüther (Neuerode), Evelyn Pistor (Solz), Steve Eisel (Bad Hersfeld) und Christoph Wendel aus Herfa erhielten ebenfalls die Bescheinigungen zur bestandenen Prüfung. „Die Gesellenbriefe werden im Rahmen der großen Freisprechungsfeier im August überrreicht“, erläuterte der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Arno Schöter bei seiner Gratulation. „Beim Auswahlverfahren an der Fachhochschule Münster konnte Mareike Bein unter 200 Bewerbern als Beste abschließen“, freute sich Karl Gottbehüt, der Prüfungsausschussvorsitzende der hiesigen Prüfung, über die Weiterbildungbereitschaft seiner Prüflinge. „Etwa 80 Prozent der Basisausbildung müssen im Laufe des heutigen Berufsleben erneutert werden“, unterstrich Karl Gottbehüt die Notwendigkeit des Weiterlernens.
„Der große Einzugsbereich im Raumaustatterhandwerk zeigt die Wichtigkeit der Bezirksklasse in den Beruflichen Schulen Bebra“, erläuterte Schulleiter Wolfgang Haas, bedankte sich bei Karl Gottbehüt für sein Engagement und gratulierte den erfolgreichen Prüflingen. Christa Bittner überbrachte die Glückwünsche des Kreistages.

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