Theateraufführung zum Tagebuch der Anne Frank

Etwa 130 Schülerinnen und Schüler besuchten die Theateraufführung zum Tagebuch der Anne Frank in der Aula der Beruflichen Schulen in Bebra.
Wie kann Unvorstellbares begreiflich werden? Wie kann Zeitgeschichte verständlich werden?

 Wie kann jemand Krieg, Verfolgung, Ausgrenzung fühlen, der selbst in Frieden lebt? – „Bücher, Dokumentationen, Museen und Filme zeigen schon viel, ein gutes Theaterstück zeigt den Schülerinnen und Schülern aber die Geschehnisse noch deutlicher auf“, erklärt die Deutschlehrerin Susanne Viereck-Tesch von den Beruflichen Schulen in Bebra. „Mimik, Gestik und Stimme können direkt erlebt werden.“
Zu Beginn der Theateraufführung gab die Schauspielerin Christine Zöhrer, die selbst Anne Franks Mutter spielte, eine Einführung in das Stück und stellte für die Schüler einen Bezug zu aktuellen Ereignissen her.
Die erst 15-jährige Anne Frank starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Doch zuvor schrieb sie in den Niederlanden, wohin sie mit ihrer Familie im zweiten Weltkrieg geflüchtet war und sich in einem Hinterhaus versteckt hielt, ihr berühmtes Tagebuch. Dieses spiegelt sehr deutlich wider, was die Menschen in dieser Zeit erleben mussten: Anne Frank beschrieb die Angst vor ihren Verfolgern und den ständigen Luftangriffen genauso wie das Verhältnis zu ihren Eltern, ihre erste Liebe und tagespolitische Ereignisse. Als einziger der Familie überlebte ihr Vater und sorgte später für die Veröffentlichung des Tagebuchs. „Ein Stück Zeitgeschichte, das nicht vergessen werden darf“, sind sich die Lehrer der Bebraer Berufsschule einig.
„Das eher spartanische Bühnenbild lenkte den Blick auf die gute Darstellung der vier Schauspieler“, lobte Susanne Viereck-Tesch die Wiener Forum-Theatergruppe, die im Rahmen ihrer Theatertournee durch Deutschland auch in Bebra Station machte. Lehrer und Schüler äußerten sich abschließend positiv über die Darbietung. Sie sind sich darin einig, dass auch in Zukunft Theaterstücke an den Beruflichen Schulen Bebra aufgeführt werden sollten.

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