Karikaturenausstellung

„Anders – na und?“ lautet das Thema der Karikaturenausstellung, die noch bis zum 28. Februar in den Beruflichen Schulen Bebra zu sehen ist.

Diskriminierung, Intoleranz und Gewalttätigkeit – täglich erfahren wir in den Medien von schrecklichen Taten, aber eigentlich kann es jeden treffen. Ob spektakulär oder ganz versteckt – immer wieder wird jeder von uns Zeuge davon, wie einzelene Personen ausgegrenzt werden, seelisch oder gar körperlich verletzt werden. Die ständige Brisanz des Themas hat den Studienkreis dazu bewogen, Schülerinnen und Schüler zum Karikaturenwettbewerb mit dem Thema „Anders – na und?“ aufzurufen.
Etwa 40, zum Teil preisgekrönte Karikaturen von Schülern für Schüler und Erwachsene können noch bis zum 28. Februar, in der Eingangshalle der Beruflichen Schulen Bebra bewundert werden. Sie sind eine Auswahl von weit über 8000 Einsendungen, die der Studienkreis unter der Schirmherrschaft von Paul Spiegel, dem Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland e.V. im Zusammenhang mit seinem vierten Karikaturenwettbewerb erhielt. Zum Teilnehmen waren Jugendliche im Alter von sechs bis 22 Jahren aufgerufen.
Wie wichtig das Thema ist, zeigte unter anderem die Anzahl der zur Eröffnungsveranstaltung anwesenden Vertreter aus der Öffentlichkeit. Der Schulleiter der Beruflichen Schulen Bebra, Wolfgang Haas, freute sich, unter den Gästen auch Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt begrüßen zu können. Bebras Bürgermeister Horst Groß und Barbara Glaser vom Studienkreis Rotenburg hielten die Eröffnungsreden. Horst Groß brachte zum Ausdruck, dass das Thema „Anders – na und?“ für Bebra durchaus aktuell ist: „Menschen 65 verschiedener Nationalitäten sind in Bebra beheimatet“, erklärte er. Er spornte dazu an, die Unterschiede und Andersartigkeit der Menschen und Kulturen als Bereicherung zu sehen, sich zu öffnen und im Vergleich dazu das eigene Ich zur erkennen.
Dass die Gedanken den Charakter und somit eigene Schicksal prägen, verdeutlichte Barbara Glaser. „Man muss an den Wurzeln ansetzen, an den Gedanken der Menschen.“ Gelebte Toleranz sei auch das Ziel des Studienkreises. „Wer andere würdig behandelt, zeigt auch Achtung vor sich selbst“, betonte sie.
Ergänzt werden die Karikaturen des Wettbewerbs durch die Werke von Schülern der Beruflichen Schulen Bebra. Unter der Leitung ihres Klassenlehrers Karl Gottbehüt und ihres Religionslehrers Udo Möller haben die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gestaltung und Design ihre Gedanken in künstlerischer Form zu Papier gebracht. „Wir haben mit der Fachrichtung Gestaltung und Design nun ideale Voraussetzungen dazu“, freut sich Wolfgang Haas und betonte, dass Toleranz vorgelebt, trainiert und gelernt werden muss.
Anlässlich der Eröffnungsveranstaltung zeigte auch eine weitere Schulform der Beruflichen Schulen in Bebra ihr Können: Die zweijährige Berufsfachschule der Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft verlegte extra den Unterricht in den Nachmittag, um ein Buffet mit kalten und warmen Snacks aus unterschiedlichen Ländern sowie leckeren Mixgetränken vorzubereiten. Unterstützt wurden die Mädchen und Jungen dabei von ihrer Klassenlehrerin Monika Lunau-Bahramipour.

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