15 staatlich geprüfte Techniker

Das war hart: Vier Jahre lang in Abendschule „büffeln“, parallel dazu umfangreiche Projektarbeiten und die Ausbildereignungsprüfung. Den Lohn ihrer Mühen bekamen die 15 Studierenden der Bebraer Technikerschule nun in Form ihrer Zeugnisse zum Staatlich geprüften Techniker, Fachrichtung Maschinentechnik, Schwerpunkt Allgemeiner Maschinenbau.

 Die erfolgreichste Projektgruppe erhielt einen Geldpreis vom Förderverein der Bebraer Berufsschule.

Darin waren sich alle einig: Wer sich vier Jahre lang abends und am Wochenende neben seinem Beruf, seiner Familie und seinen Hobbys eigenverantwortlich weiterbildet, der wird auch als Techniker in einem Betrieb engagiert, motiviert und selbstständig arbeiten.

Während seiner Begrüßung erinnert Schulleiter Wolfgang Haas an die vergangenen Jahre: „Sie haben jeden Dienstag- und Freitagabend und jeden Samstag oft bis in den Nachmittag hinein die Schulbank gedrückt. Dies ging bestimmt nicht ohne Konflikte im Familien- und Freundeskreis, den sie zwangsläufig vernachlässigen mussten.

Im zweiten Ausbildungsabschnitt kamen die Projektarbeiten hinzu: Vom ersten Bleistiftstrich über die konkrete Konstruktion und Planung bis hin zur Inbetriebnahme in den unterstützenden Betrieben, entwickelten und bauten die damals angehenden Techniker gruppenweise Vorrichtungen - teilweise aber auch schon kleine Maschinen.

Erstmalig lobte der Verein zur Förderung der Aus- und Weiterbildung an den Beruflichen Schulen Bebra für die beste Projektgruppe einen Geldpreis von 250 Euro aus. „Die Wahl viel nicht leicht, denn alle Projekte wurden mit sehr gut bewertet“, erklärten der Vorsitzende, Herbert Heisterkamp, und Horst Schäfer, der Leiter der Bebraer Technikerschule einstimmig. So musste dann die Nachkommastelle entscheiden. Nadine Fischbach, Sebastian Heinz, Sebastian Fuchs, Thomas Eckhardt und Arne Christiansen konnten sich über je 50 Euro freuen.

Mit einer kleinen Geschichte über einen Sultan, dessen Wesir ihm bewies, dass auch die Kunst des Zauberers nur auf Übung und nicht auf Übermenschlichem beruht, begann Regine Haase ihre Festrede. Sie ist als Leitung der Personalentwicklung im Bereich Siemens VDO Automotive im Werk Bebra tätig. Regine Haase stellte anschließend die Verbindung zwischen der Geschichte und den frischgebackenen Technikern her: „Sie haben methodische Fähigkeiten entwickelt und in dieser Weiterbildung ausgebaut. Sie haben meine Bewunderung für vier Jahre Anstrengungen. Ihnen sind Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten nicht zugefallen. Sie haben viel private Zeit eingesetzt. Es gilt jetzt, das erworbene Wissen, die Methoden und Techniken weiter anzuwenden. Übung macht den Meister. Es lohnt sich, für eine Sache zu kämpfen – nämlich zu überleben.“ Regine Haase betonte: „Mit dieser Weiterbildung haben Sie sich für zukünftige Anforderungen an die Technik gerüstet. Vielleicht haben Sie auch einen Schritt für Ihre Karriere getan. Bildung ist unser höchstes Gut.“

Weiterhin überbrachten die Erste Kreisbeigeordnete, Christa Bittner, und Bebras Bürgermeister, Horst Groß, die Glückwünsche vom Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie der Stadt Bebra.

Nach den Grußworten erhielten die erfolgreichen Absolventen von ihrem Klassenlehrer Klaus Scholz die Abschlusszeugnisse. Sie dürfen ab sofort den Titel „Staatlich geprüfter Techniker, Fachrichtung Maschinentechnik, Schwerpunkt Allgemeiner Maschinenbau“ führen: Martin Beerbohm aus Dorndorf, Andreas Brammertz (Bebra), Arne Christiansen (Lengers), Thomas Eckardt (Gerstungen), Nadine Fischbach (Eschwege), Sebastian Fuchs (Dankmarshausen), Sebastian Heinz (Heringen), Monika Lumme (Mackenzell), Christian Müller (Eisenach), Alexander Renner (Malsfeld), Mario Schneider (Oberellenbach), Stefan Stransky (Breitenbach), Ingo Witzel (Stärklos). Parallel erhielten sie die Zeugnisse für die bestandene Ausbildereigungsprüfung.

Einen Buchpreis für die besten Leistungen seines Jahrgangs erhielten Nadine Fischbach, Thomas Eckart und Stefan Stransky erhielten ebenfalls vom Förderverein gestiftete Buchpreise.

„Diesmal gab es gleich drei Klassenbeste“, freuten sich Horst Schäfer und Klaus Scholz.

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