Burnout - ein "brennendes" Thema für Lehrkräfte

"Burnout - Syndrom bei Lehrerinnen und Lehrern - berufliche Krisen in der Schule: Wege und Auswege" lautete der Titel einer Fortbildung in den Beruflichen Schulen Bebra. Wolfgang Haas, Schulleiter der Beruflichen Schulen und Dr. Ulrich Schneider, Projektleiter "Lernende Regionen" konnten dazu mehr als 60 Interessierte begrüßen.

Die Zahl der Teilnehmenden macht deutlich, dass das Thema in den Schulen von großer Aktualität ist. Dabei waren Berufsanfänger und "alte Hasen", Lehrkräfte aus allen Schulformen, auch einzelne Schulleiterinnen und Schulleiter anwesend.

Dr. Jürgen Döring, Leitender Psychologe der Klinik am Hainberg in Bad Hersfeld, präsentierte auf hohem fachlichem Niveau verbunden mit konkreten Beispielen aus der beruflichen Praxis der Betreuung von Lehrkräften medizinische Ursachen beruflicher Krisen, gesundheitliche und soziale Folgen und Auswege für Betroffene. Er verdeutlichte, dass "Burnout" ein Krankheitszustand ist, der einen hohen Anteil der Frühverrentungen bei Lehrkräften ausmacht. Dabei verbinden sich psychische Belastungen oftmals mit körperlichen Beschwerden und Versagensängsten. Damit verbunden sind Schuld- und Schamgefühle, die Betroffene oftmals hindern, notwendige Hilfe annehmen zu können. Als für die meisten überraschendes Ergebnis berichtete Dr. Döring, dass das "Burnout" - Risiko schon in den ersten Berufsjahren auftreten kann. Hilfe bringen kollegiale Supervision, bewusster Umgang mit den Stressfaktoren im Unterricht und eine höhere persönliche Wertschätzung der Arbeit eines Lehrers - doch das liegt nicht in der Macht der einzelnen Lehrkraft.

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