Qualitätssiegel des Deutschen Übungsfirmenringes

Freude bei den Lehrkräften des Übungsfirmenteams der Beruflichen Schulen in Bebra: Die beiden Übungsfirmen der Schule erhielten das Qualitätssiegel des Deutschen Übungsfirmenringes.

Bereits im Schulprogramm hatte man die Zertifizierung der Übungsfirmen als ein wesentliches Ziel der kaufmännischen Abteilung aufgenommen. Im laufenden Schuljahr nun machte sich die Referenda­rin Melanie Stephan in einer Projektarbeit zur Aufgabe, die Organisation und Arbeitsabläufe beider Übungsfirmen genauer unter die Lupe zu nehmen. Grundlage war der vom Deutschen Übungsfirmen­ring vorgelegte Kriterienkatalog, nach dem im Sinne eines TQMs – Total Quality Managements – alle Bereiche der Übungsfirmenarbeit einer eingehenden Kontrolle unterzogen werden.

Idee ins Ausland getragen

Übungsfirmenarbeit hat an den Beruflichen Schulen in Bebra eine lange Tradition. Beide Übungsfir­men existieren seit einigen Jahrzehnten. Im Rahmen eines Leonardo-Projektes der EU wurden Kon­takte zu mehreren europäischen Schulen geknüpft und die Idee dieser Bildungskonzeption ins europäi­sche Ausland getragen und weiterentwickelt.

Gegenwärtig werden in den beiden Übungsfirmen Automobil-Handels-GmbH und Bebraer Handels­kontor sowohl Schüler der Höheren Handelsschule als auch Bürokaufleute fachpraktisch ausgebildet. Die Übungsfirmen arbeiten in einem weltweiten Netzwerk mit 5000 Übungsfirmen, darunter über 500 deutsche Übungsfirmen.

In den 80-er und 90-er Jahren wurden hier in einer Sondermaßnahme des Hessischen Kultusministeri-ums mehr als 100 Bürokaufleute vollschulisch ausgebildet. Eine Möglichkeit, die nach Aussage des Übungsfirmenleiters, Horst Ziermann, auch heute noch bestünde.

Leider sei ein entsprechender Antrag der Schule vor knapp zwei Jahren von der Bundesagentur für Ar­beit und dem Landkreis mit dem Hinweis auf Vergabevorschriften abgelehnt worden.

20 Lehrstellen möglich

 

"Schade", sagt Horst Ziermann, "die Schule wäre im Stande, kurzfristig etwa 20 Ausbildungsplätze anzubieten und so der Ausbildungsmisere entgegenzuwirken."

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