Teilzertifikat „Sucht- und Gewaltprävention“ für die Beruflichen Schulen Bebra

Mit dem Teilzertifikat „Sucht- und Gewaltprävention“ wurde den Beruflichen Schulen Bebra nunmehr der vierte von vier erforderlichen „Bausteinen“ überreicht. Die Beruflichen Schulen Bebra können nun im Rahmen der Initiative „Schule und Gesundheit“ das Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ beantragen.

„Ihre Schule hat klare Regeln für den präventiven Umgang mit Sucht- und Genussmitteln eingeführt – im schulischen Alltag genauso wie bei Fahrten und Festen. Sie pflegen Kontakte zu außerschulischen Partnern – beispielsweise zu Suchtberatungsstellen“, erklärte der leitende Schulamtsdirektor, Gerhard Finke, der das Zertifikat im Namen des Staatlichen Schulamts überreichte. „Die Sucht- und Gewaltprävention sind im Unterricht fest verankert. Durch die Stärkung von Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen werden Jugendliche von einer Lebensweise abgehalten, in der die Sucht einen größeren Raum einnimmt.“ Neben der Sucht nach Genussmitteln und Drogen ging Gerhard Finke auch auf die Spielsucht am Beispiel eines 16-Jährigern ein: „Er sitzt zehn Stunden am Laptop, isst und schläft am PC und lebt letztendlich in einer Scheinwelt mit all den gesellschaftlichen Folgen, die ein derartiger Realitätsverlust mit sich bringen kann.“
Federführend beim Beantragen des vierten Teilzertifikats war Udo Möller, Religionslehrer und Schulpfarrer: „Bereits vor etwa zehn Jahren begannen wir mit Projekten, die das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler stärken sollen. Es ist immer wieder erfreulich, wenn anschließend Schüler kommen und sich tiefergehend beraten lassen wollen. Oft konnten wir selbst helfen oder stellten Kontakt zu entsprechenden außerschulischen Beratungsstellen her“, erläuterte Udo Möller und zählte dazu insgesamt 16 Kooperationspartner auf. „Wichtig ist jedoch, dass wir als Erwachsene den Jugendlichen Sucht- und Gewaltfreiheit glaubwürdig vorleben.“
„Viele Aktivitäten, die nun im Rahmen der Teilzertifikate gewürdigt wurden gab es schon seit einigen Jahren an unserer Schule“, fügte Schulleiter Wolfgang Haas an. Durch die Zertifikate würde es nun besser und transparenter. „Wir sind froh über die Evaluation von außen, und dass sich das Schulamt so stark der Gesundheitsproblematik widmet.“
Nach dem Teilzertifikaten „Bewegung“, „Ernährung“, „Verkehrserziehung und -mobilitätsbildung“ ist das Teilzertifikat „Sucht- und Gewaltprävention“ das vierte von fünf möglichen, welches den Beruflichen Schulen Bebra verliehen wurde. Da zum Gesamtzertifikat vier Teilzertifikate notwendig sind, können die Beruflichen Schulen Bebra nun den entsprechenden Antrag stellen, um zukünftig den Titel „Gesundheitsfördernde Schule“ tragen zu dürfen.

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