Windkraftanlage auf dem Berufsschuldach

Die Schüler der Solar-AG bauten ein sechs Meter hohes Windrad auf das Dach der Beruflichen Schulen Bebra.
Sechs Meter hoch ragt auf dem Dach der Beruflichen Schulen Bebra seit neuestem eine Windkraftanlage im Kleinformat. Mit ihr soll den Schülerinnen und Schülern eine weitere alternative Energieform nahe gebracht werden.

Mit einem Rotordurchmesser von 120 Zentimetern ist die neue Windkraftanlage zwar zu den großen Schwestern im freien Feld vergleichsweise klein, trotzdem ist sie voll funktionsfähig: „Sie liefert eine Leistung von bis zu 400 Watt bei einer Spannung von zwölf Volt und einer Stromstärke von 35 Ampere“, erklärt Hans-Gerd Ellrich, der die Anlage gemeinsam mit den Schülern der Solar-Arbeitsgemeinschaft geplant und installiert hat. „Die Energie wird in einem Akku mit 100 Amperestunden gespeichert und entspricht von der Größe her dem eines Lieferwagens“, erläutert Hans-Gerd Ellrich. Doch damit nicht genug mit moderner Technik: Mit der aus Windkraft gewonnen elektrischen Energie wollen die Bebraer Schüler und Lehrer hoch effiziente Leistungsleuchtdioden betreiben und so eine weitere, neue energiesparende Technik vorstellen. „Dabei unterstützt uns Markus Vockenroth, ein ehemaliger Fachoberschüler, der sich inzwischen mit der Firma ‚Modern Art of Light’ selbständig gemacht hat“, verrät Ellrich.
Den Aufbau und die Installation leisteten die Schüler gemeinsam mit ihrem Lehrer, Hans-Gerd Ellrich, auf freiwilliger Basis innerhalb der Arbeitsgemeinschaft für Solartechnik und alternative Energieformen. Sie montierten den Bausatz des Windrades auf einen sechs Meter hohen Mast auf dem höchsten Dach des Hauptgebäudes der Beruflichen Schulen Bebra und spannten ihn auch seitlich ab. Dazu fertigten sie auch einen Teil der Einzelteile selbst an. Zudem wurde eine über 15 Meter lange Leitung in den Fachraum für Elektrotechnik im zweiten Stock gelegt, denn ein weiterer wesentlicher Zweck ist die Erfassung und Auswertung von Daten, wie viel Energie das Windrad letztendlich liefert.
Finanziert wurde die 2000 Euro teure Anlage aus Mitteln des Hessen-Campus, einem regionalen Netzwerk aus Schulen, Bildungsträgern und Behörden.

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