19 schafften es in Finale

19 staatlich geprüfte Techniker schlossen ihr Studium an den Beruflichen Schulen in Bebra ab.
„Wir haben es geschafft“, freuen sich 19 Studierende der Bebraer Technikerschule. Vier Jahre lang „büffelten“ sie in der Abendschule. Parallel dazu standen umfangreiche Projektarbeiten und die Ausbildereignungsprüfung an. Nun erhielten sie den Lohn ihrer Mühen: Die Zeugnisse zum Staatlich geprüften Techniker, Fachrichtung Maschinentechnik, Schwerpunkt Allgemeiner Maschinenbau.

Darin waren sich alle einig: Wer sich vier Jahre lang abends und am Wochenende neben seinem Beruf, seiner Familie und seinen Hobbys eigenverantwortlich weiterbildet, der wird auch als Techniker in einem Betrieb engagiert, motiviert und selbstständig arbeiten.

Wolfgang Haas, der Schulleiter der Beruflichen Schulen Bebra, erinnerte an die vergangenen Jahre: „Es war eine Kraftanstrengung für sie, ihre Angehörigen und Freunde, abends und samstags am Unterricht teilzunehmen und parallel zu lernen, ihren Beruf auszuüben und sich um ihre Familien und Freunde zu kümmern.“

Im zweiten Ausbildungsabschnitt kamen die Projektarbeiten hinzu: Vom ersten Bleistiftstrich bis hin zur Inbetriebnahme in den unterstützenden Betrieben, entwickelten und realisierten sie gruppenweise Projekte im Bereich Maschinenbau. Im Vordergrund standen in diesem Durchgang Weiterentwicklungen und Modernisierungen bereits bestehender Anlagen.

Unterstützungen bekamen die Projekte von der Initiative HessenCampus Hersfeld-Rotenburg und dem Förderverein der Beruflichen Schulen Bebra. Letzterer lobte für die beste Projektgruppe einen Geldpreis von 200 Euro aus. „Die Wahl fiel nicht leicht, denn alle Projekte wurden mit 'sehr gut' bewertet“, erklärten Friedrich Heßler, der die Ehrung stellvertretend für den Fördervereinsvorsitzenden Herbert Heisterkamp vornahm, und der zuständige Klassenlehrer Klaus Scholz. Martin Hentschel, Sebastian Kohlhaas, Christian Oschmann und Christian Windolph durften sich über den Preis freuen.
Der Leiter der Technikerschule, Dr. Ulrich Schneider, sprach den aus Lehrersicht hochmotivierten Studierenden seine Anerkennung aus. Er betonte, dass die in der Schule umgesetzten Projekte zukünftig in der Ausbildung und im Unterricht vieler Schulklassen zur Anwendung kommen werden.

Die Festrede hielt in diesem Jahr Uwe Landau, der geschäftsführende Vorsitzende des REFA-Landesverbands Hessen. Er ging auf den anstehenden demographischen Wandel und seine Folgen ein. „Für die Bundesrepublik Deutschland wird für das Jahr 2020 prognostiziert, dass die die 50- bis 64-Jährigen die 35- bis 49-Jährigen als bisher stärkste Gruppe der Erwerbsbevölkerung längst abgelöst haben“, erklärte Uwe Landau. „Vor diesem Hintergrund wird die Karriere- und Potentialentwicklung jüngerer und insbesondere älterer Mitarbeiter sowie das immer wichtiger. Ständige Weiterbildung, das heißt lebenslanges Lernen, ist unumgänglich. Das Wissen und die Erfahrung älterer Mitarbeiter müssen länger genutzt werden.“ Im Hinblick darauf appellierte er an die Absolventen, dass im Mittelpunkt ihrer künftigen Tätigkeiten Menschen stehen und erinnerte daran, die Ziele der REFA-Methoden, nämlich Humanisierung der Arbeit und die Steigerung der Wirtschaft nicht außer Acht zu lassen.

Weiterhin überbrachte Georg Soldan die Glückwünsche der Stadt Bebra.

Nach den Grußworten erhielten die erfolgreichen Absolventen von ihrem Klassenlehrer Klaus Scholz sowie Dr. Ulrich Schneider die Abschlusszeugnisse. Parallel erhielten sie die Zeugnisse für die bestandene Ausbildereigungsprüfung. Für die besten Leistungen seines Jahrgangs erhielt Ronnie Häner einen ebenfalls vom Förderverein gestifteten Buchpreis.

Die 19 erfolgreichen Finalteilnehmer der Technikerschule Bebra:

Sie dürfen ab sofort den Titel „Staatlich geprüfter Techniker, Fachrichtung Maschinentechnik, Schwerpunkt Allgemeiner Maschinenbau“ führen: Thomas Schaub aus Rotenburg, Dennis Fochtmann und Sven Rodmann (Alheim), Andreas Nachtigall, Klaus Wiebe und Waldemar Zimfer aus Bad Hersfeld, Christian Simon (Neuenstein), Ronnie Häner (Philippsthal), Martin Hentschel und Christian Oschmann aus Sontra, Stefan Hollstein (Wehretal), Eugen Kremer, Claudia Manns aus Melsungen, Florian Pfaffenbach (Morschen), Lars Ide (Schwarzenborn), Sebastian Kohlhaas (Gerstungen), Sebastian Liehr (Dippach), Tomy Schmalfuß (Merkers) und Christian Windolph aus Eisenach.

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