Gemeinsam gegen Blutkrebs

246 Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen Bebra haben sich typisieren lassen.

Blutkrebs kann jeden treffen, aber jeder kann durch eine Stammzellspende Leben retten: Die Beruflichen Schulen Bebra veranstalteten gemeinsam mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) einen großangelegten Aktionstag - mit großem Erfolg: 246 Schülerinnen und Schüler ließen sich als mögliche Stammzellspender registrieren. Zudem kamen 650 Euro als Spende an die DKMS zusammen.

Alle 16 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs, wobei sich hinter dem Begriff Blutkrebs eine Reihe bösartiger Erkrankungen des blutbildenden Systems verbergen. Auch viele Kinder und Jugendliche leiden unter diesen heimtückischen Krankheiten. Dies veranlasste die Schülervertretung der Beruflichen Schulen in Bebra dazu, gemeinsam mit ihren Lehrern einen Aktionstag zu veranstalten: Martin Quarg von der DKMS informierte die Schüler eingehend zum Thema Blutkrebs und Stammzellspende. Natürlich wurden auch alle Fragen zu den Verfahren und Risiken einer Stammzellspende beantwortet. Anschließend bestand die Möglichkeit direkt in der Schule einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen zu lassen. Diese Abstriche werden anschließend im Labor auf Gewebemerkmale untersucht und typisiert. In der Spender-Datei sind inzwischen 3,9 Millionen Menschen aufgenommen, die bereit sind, einem erkrankten Menschen mit Hilfe einer Stammzellenspende ein neues Leben zu schenken. Die Klassen 11 W1 (Berufliches Gymnasium Fachrichtung Wirtschaft) und 11 BFS E (Berufsfachschule Ernährung und Hauswirtschaft) unterstützten die DKMS bei der Typisierung.

„Etwa 570 Schülerinnen und Schüler haben an den Vorträgen teilgenommen. 246 Schüler sowie mehrere Lehrerinnen und Lehrer haben sich typisieren lassen“, freut sich Lehrerin Inga Petersson, die an den Beruflichen Schulen Bebra für die Organisation des Tages verantwortlich war.

Sehr aktiv war auch die Schülervertretung der Beruflichen Schulen Bebra bereits im Vorfeld des Typisierungstages: Sie organisierte verschiedene Aktionen, um Spenden zu sammeln, die die DKMS unterstützen sollen: Die Mitglieder der Schülervertretung verkauften in den Pausen Waffeln sowie Getränke und Würstchen im Rahmen des Volleyballturniers. „Der Andrang war groß und alleine durch den Waffelverkauf kamen 240 Euro als Spende zusammen“, berichtet Schulsprecher Jonathan Barsukow.

Hinzu kamen Aktionen der Klasse 11 W2 des Beruflichen Gymnasiums (Fachrichtung Wirtschaft) sowie der Klasse 10 der Auszubildenden der Verwaltungsfachangestellten, die jeweils selbst gebackenen Kuchen verkauften. Zusätzlich wurden im Lehrerzimmer und am Typisierungstag Spenden gesammelt. Insgesamt konnten 650 Euro an die DKMS übergeben werden.

Das Spendengeld wird dringend benötigt, um die Laborkosten zu decken. „Da bei jeder Neuaufnahme Kosten in Höhe von 50 Euro entstehen, ist das Geld bestens angelegt“, bedankt sich Martin Quarg im Namen der DKMS bei den Schülern.

 
 

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