Berufliches Gymnasium Bebra auf dem Hessentag

Fehlender Praxis- und Berufsbezug?

"Theorie UND Praxis – zwei Seiten einer Medaille" – unter diesem Titel stand auf dem Hessentag in Hofgeismar eine Veranstaltung des hessischen Handwerkstags. Man beklagte den fehlenden Praxis- und Berufsbezug der schulische Ausbildung und warb für ein Modell „Abitur plus“. Dabei wäre es so einfach gewesen. Die Diskutanten hätten sich nur 250 Meter zum Wissenschaftszelt der Hessischen Landesregierung begeben müssen, um ein Erfolgsmodell der Verbindung von Theorie und Praxis in der Schule in Augenschein zu nehmen. 

Das Berufliche Gymnasium Bebra war an diesem Tag für den gemeinsamen Stand nordhessischer Schulen verantwortlich und Schüler der Fachrichtung Technik präsentierten das von ihnen entwickelte Bobby-Car mit Solarantrieb. Als Mitmach-Angebot hatten Schüler der Fachrichtung Wirtschaft ein Wirtschaftsquiz entwickelt, mit dem sie spielerisch ihre hohe Fachlichkeit und ihr Verständnis von betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen unter Beweis stellten. 

Es zeigte sich erneut: Berufliche Gymnasien fördern unterschiedliche Begabungen, schöpfen damit Bildungsreserven der Regionen aus, leisten einen Beitrag zur Steigerung der Abiturientenrate, an der unsere Volkswirtschaft international gemessen wird, und vermitteln gleichzeitig einen Berufsbezug für junge Menschen, die sich als Alternative für eine duale Berufsausbildung entscheiden. In keiner anderen Schulform werden in den drei Jahren der gymnasialen Oberstufe 30 Wochenstunden praxisnaher Unterricht in einem beruflichen Schwerpunktfach gegeben. Und zur Praxis gehört auch eine Präsentation auf dem Hessentag, wenn der in Nordhessen stattfindet. Schüler und Lehrer freuten sich vor allem über die gute Resonanz bei den Gästen.

Dr. U. Schneider

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