Machineneinweihung

30 Jahre lang wurden sie gut gepflegt, stets gewartet und immer wieder instandgesetzt. Doch zeitgemäß und genau waren sie schon lange nicht mehr. „Mit der Anschaffung von drei neuen Dreh- und fünf Fräsmaschinen wird jetzt die Metallwerkstatt in den Beruflichen Schulen in Bebra ihrem Ruf als eine der bestausgestattetsten Berufsschulen in Hessen wieder gerecht“, sagte Schulleiter Wolfgang Haas.

 In einer Feierstunde wurden am Mittwochnachmittag die neuen Geräte im Wert von etwa 360 000 Euro offiziell in Betrieb genommen. Viele hätten bei dieser „gewaltigen Investition“ an einem Strang gezogen, erklärte Haas und nannte an erster Stelle den Landkreis, der die finanziellen Mittel aus dem Verkauf von EAM-Aktien zur Verfügung stellte. Die Erste Kreisbeigeordnete Christa Bittner habe immer ein offenes Ohr für die Belange der Beruflichen Schulen und habe in den entscheidenden Gremien vom Sinn und Zweck der Anschaffung überzeugen können. Mit Wilfried Radick, verantwortlich für die Ausstattung der Schulen im Kreis, sei es kompetent, fair und ideenreich zur Verwirklichung gekommen. Allen voran habe auch der Förderverein unermüdlichen Einsatz gezeigt und mit großem Sachverstand viel erreicht, betonte Haas. „Eine gute personelle und sachliche Ausstattung sind Investitionen in Bildung und Standort“, betonte Haas. In stetem Bemühen um ein attraktives, wohnortnahes, qualitatives duales System forderte Haas alle in der beruflichen Grund- und Weiterbildung Beteiligten auf, näher zusammenzurücken. Ein regionaler Bildungsausschuss als Institution könne seiner Ansicht nach gerade im Hinblick auf die Neuordnung der Metallberufe ein zukunftsorientierter Schritt in die richtige Richtung sein.
Die Prüfung der Angebote sei eine „besondere Herausforderung“ für alle Beteiligten gewesen, sagte die Erste Kreisbeigeordnete Christa Bittner. Die intensive und aufwändige Vorbereitungsphase habe sich gelohnt, denn: „Eine moderne Ausrüstung ist ein wesentlicher Beitrag dazu, das duale System zu erhalten und die Auszubildenden zielorientiert zur Arbeit hinzuführen“, begründete Bittner. Sie kündigte an, dass 100 000 Euro für drei weitere Maschinen im kommenden Jahr im Kreisetat vorgesehen seien.
Als „Meilenstein in der Aus- und Weiterbildung in Bebra“ bezeichnete der Vorsitzende des Fördervereins, Herbert Heisterkamp, die Anschaffung der neuen Maschinen. „Damit stehen wir an der Seite des Fortschritts“, sagte er und machte deutlich, dass die modernen Geräte in Innungsprüfungen unverzichtbar seien.
„Berufliche Schulen müssen Zugang zu technischen Innovationen haben“, appellierte Abteilungsleiter Horst Schäfer, „denn ein Lernort soll kein Museum sein“. Die Investitionen seien ein „erster, gewaltiger Schritt“ zur Erneuerung der Ausbildungsstätte, um wieder wie 1974 zur modernsten Schule Hessens zu gehören. 
Dass mit den neuen Fräs- und Drehmaschinen auch die Schüler motivierter ans Werk gehen, weiß Fachlehrerkoordinator Gunther Koch. „Es zeigt sich schon jetzt, dass sie froh sind, daran arbeiten zu dürfen“. Koch verwies auf die vergangenen 30 Jahre, in denen die Lehrer selbst über 70 Maschinen und 16 Geräte unterhalten und gepflegt hätten, „denn es hatte nie einen Wartungsvertrag gegeben“. Dadurch seien dem Kreis Kosten erspart geblieben. Letztlich sei bei den alten Maschinen jedoch früher oder später „ein Kollaps unvermeidlich gewesen“. Mit der Modernisierung könne den Prüfungen der Industrie- und Handelskammer Rechnung getragen werden, „die eine hohe Genauigkeit fordern“. Ein guter Unterrichtserfolg und motivierte Schüler können nunmehr gewährleistet werden, „und wir können mit Kompetenz in eine neue berufliche Zukunft gehen“.

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