Belohnung für vier Jahre

Staatlich geprüfte Techniker erhielten ihre Zeugnisse

Zum Abschluss des Schuljahres 2015/16 erhielten 18 Studierende der Technikerschule in einer Feierstunde in der Aula der Beruflichen Schulen ihr Zertifikat „Staatlich geprüfter Techniker, Schwerpunkt Maschinentechnik“.

Vier Jahre lang drückten sie – neben ihrer Berufstätigkeit – zweimal in der Woche abends und samstags die Schulbank, um sich nach abgeschlossener Berufsausbildung höher zu qualifizieren. Neben dem theoretischen Fachunterricht standen umfangreiche Projektarbeiten und weitere Qualifizierungen wie der REFA-Grundschein oder die Ausbildereignungsprüfung an.

Die Projektarbeit ist ein wichtiger Teil der Weiterbildung. Hier können die Studierenden ihr theoretisch erworbenes Wissen in der Praxis anwenden und wichtige Erfahrungen für zukünftige Aufgaben sammeln. Insgesamt sechs verschiedene Projekte wurden in Teams entlang eines betrieblichen Auftrags realisiert. So wurde bei der A & E Group in Bebra-Iba ein Rüstvorbereitungsplatz geplant und angefertigt, bei der Firma Continental in Bebra ein Montagearbeitsplatz zum Einpressen einer Buchse in einen Stator entwickelt und bei der Firma Asteelflash in Bad Hersfeld eine Reparaturvorrichtung zum Platinentausch gebaut. Bei der Firma B-Braun in Melsungen wurden in zwei Projekten sowohl eine automatische Probenahmevorrichtung für medizinische Flüssigkeiten als auch ein Spülbrückentester für Dialysemaschinen entwickelt und hergestellt. Weiterhin hat eine Projektgruppe eine komplette Graviermaschine konstruiert und angefertigt.

Die Bedeutung dieser Ausbildung für die Betriebe betonte folgerichtig auch der Festredner des Abends, Volker Feurig, Leiter des Personalressorts „gewerblich/technische Mitarbeiter bei der B. Braun Melsungen AG. Er unterstrich in seiner Ansprache, nur Mitarbeitende, die es gelernt hätten zu lernen und in der Lage seien, ihr fachliches Wissen immer wieder auf den neuesten Stand zu bringen, könnten die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe aufrechterhalten. Denn die Halbwertzeit von beruflichem Fachwissen werde immer kürzer und man müsse hierauf reagieren.

Man müsse außerdem die hohe Einsatzbereitschaft würdigen, abends und samstags am Unterricht teilzunehmen, parallel zu lernen, den Beruf auszuüben und sich um Familie und Freunde zu kümmern, würdigte Wolfgang Haas, Schulleiter der Beruflichen Schulen Bebra, das Engagement der Absolventen. Daher konnten sie mit Stolz und Zufriedenheit ihre Zertifikate in Empfang nehmen, die ihnen von Klassenlehrer Stefan Mohr überreicht wurden. Erfolgreich die Prüfung abgelegt haben Eike Bachmann, Rudolf Burmann, Bastian Christ, Maik Heymel, Waldemar Janzen, Leo Klein, Alexander Latipow, Viktor Laukert, Andreas Loch, Alexander Pfannenstiel, Sascha Reinhardt, Philipp Reis, Arnold Reisch, Sven Ruppel, Christian Sauerwein, Daniel Seefeld, Björn Wahl, Benny Witzel.

Traditionell lobt der Förderverein der Beruflichen Schulen Bebra eine Geldprämie für das beste Technikerprojekt aus. Von der Planungsphase, über die souveränen Präsentationen, bis hin zur absoluten Praxistauglichkeit der anspruchsvollen Endprodukte, überzeugten diesmal gleich zwei Projektteams auf gleich hohem Niveau. Der Vorsitzende des Fördervereins Herbert Heisterkamp und Klassenlehrer Stefan Mohr übergaben einen Geldpreis an das Projektteam „Automatische Probenahme WFI“ bei der Firma B-Braun in Melsungen (Alexander Latipow, Sascha Reinhardt und Björn Wahl) und das Projektteam „Entwicklung und Bau einer Graviermaschine“ (Leo Klein, Viktor Laukert, Andreas Loch, Arnold Reisch).

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