Grußwort der Schulleitung


Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Besucherinnen und Besucher unserer Internetseite,

die Beruflichen Schulen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg in Bebra (Berufliche Schulen Bebra) feiern 2015 das 125-jährige Schuljubiläum. Ein guter Anlass zurückzuschauen und Perspektiven zu skizzieren. Mit Gründung der „Fortbildungsschulen“ (1890 in Bebra) wurde auch im damaligen Kreis Rotenburg (Fulda) der Grundstein für eine berufliche Ausbildung gelegt, in der die Lernorte Berufsschule und Betrieb eng zusammenarbeiten (Duales Ausbildungssystem). In der folgenden Zeit wurde dieses System schnell ausgebaut. So besuchten 1939 bereits 1140 Schülerinnen und Schüler die „Kreisberufsschule“ in Bebra.

Ab den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts erfolgte dann der Aufbau von Vollzeitschulformen, in denen die Schülerinnen und Schüler über den Unterricht in Berufstheorie, Berufspraxis und allgemeinbildenden Fächern zu einem Abschlussprofil geführt werden. Es war ein weiter Weg, durchzusetzen, dass berufliche und allgemeine Bildung als gleichwertig angesehen wurden. Heute ist es selbstverständlich, dass an den Beruflichen Schulen Bebra alle Schulabschlüsse erreicht werden können: der mittlere Bildungsabschluss in der Berufsfachschule, die Fachhochschulreife in der Fachoberschule und das Abitur im Beruflichen Gymnasium. Außerdem haben Facharbeiter die Möglichkeit, sich durch den Besuch der Technikerschule weiterzubilden.

Die Beruflichen Schulen Bebra zeigen sich heute mit technisch sehr gut ausgestatteten Klassenräumen, Fachräumen und Werkstätten. Der Neubau des Beruflichen Gymnasiums mit großer Aula und modernen Unterrichtsräumen ist aufgrund seiner außergewöhnlichen Optik und der herausgehobenen Lage an einer Einfallstraße eine Aushängeschild für unsere Schule und ein Blickfang für Bebra. Durch die Generalsanierung des kaufmännischen Traktes wurden darüber hinaus die pädagogischen Rahmenbedingungen deutlich verbessert. Hier wurden – neben sehr gut ausgestatteten Klassenräumen und einer neuen Mediathek – Räumlichkeiten geschaffen, die insbesondere der EDV-Abteilung und den Naturwissenschaften zur Verfügung stehen.

Die Beruflichen Schulen Bebra haben sich immer als in der Region stark verankertes Bildungszentrum mit überregionaler Bedeutung gesehen und das Bildungsangebot kontinuierlich ausgebaut. Zum Beispiel haben die Ansiedlung mehrerer Landesfachklassen (Baugeräteführer, Schornsteinfeger, Technische Systemplaner, Verwaltungsfachangestellte der Bundeswehr und der Bundespolizei) und die Einrichtung des Beruflichen Gymnasiums (2009) maßgeblich zur Attraktivität des Schulstandorts Bebra und der Schullandschaft im Landkreis beigetragen. In den letzten Jahren sind aber auch weitere schulische Handlungsfelder immer stärker in den bildungspolitischen und pädagogischen Fokus genommen worden. Die Beruflichen Schulen Bebra haben sich schon früh mit Fragen zur Schulprogrammarbeit (Pilotschule), zur Qualitätsentwicklung und zur Implementierung neuer Unterrichtsformen beschäftigt, Konzepte erarbeitet und umgesetzt.

Ein weiterer Beleg für eine lebendige und engagierte Schulgemeinde ist die Vielzahl der Wettbewerbserfolge und Zertifikate (z. B. Gesundheitsfördernde Schule, MINT-freundliche Schule, Umweltschule etc.).

In diesem Sinne ist unsere 125 Jahre alte Schule sehr jung und innovativ geblieben.


Zum 125-jährigen Schuljubiläum wurde eine Festschrift aufgelegt, in der der damalige Schulleiter Wolfgang Haas und sein Stellvertreter Reiner Marth ein Grußwort an die Leserinnen und Leser richten. Beide äußerten sich zu Beginn des Jahres 2015 in der Festschrift wie oben angegeben.