Gesundheitsfördernde Schule


 

"Gute Gesundheit unterstützt erfolgreiches Lernen,
erfolgreiches Lernen unterstützt die Gesundheit –
Erziehung und Gesundheit sind untrennbar."


Desmond O`Byrne
(Leiter der Abteilung für Gesundheitsförderung, WHO, Genf)

 

Am 7. Februar 2011 überreichte uns die damalige Kultusministerin Dorothea Henzler das Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“. Die Beruflichen Schulen Bebra waren damals erst die zweite berufliche Schule in Hessen, die diese Auszeichnung erhalten hat. Das Zertifikat ist Teil des Programms „Schule und Gesundheit“, bei dem Schulen ihre gesundheitsfördernden Maßnahmen zertifizieren lassen können. 

 

  • Anerkennung der Leistungen im Rahmen der Initative Schule&Gesundheit
  • Überreichung des Gesamtzertifikates als Gesundheitsfördernde Schule am 7. Februar 2011
  • Kultusministerin Henzler bei der Übergabe des Zertifikates mit Schulleiter Wolfgang Haas und Mitgliedern des Gesundheitsteams: Inga Petersson, Fred Baumert, Marco Vogel, Thomas Böttner (v. l.)



Die Gesundheitsförderung spielt an den Beruflichen Schulen Bebra schon länger eine Rolle. Sie wurde zum einen wegen der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gegenüber unseren Schülern aufgegriffen. Hintergrund dafür war und ist der Umstand, dass Jugendliche auf Grund ihrer Lebensführung eine niedrigere Lebenserwartung haben werden als ihre Elterngeneration. Experten sehen Bewegungsmangel, Fehlernährung und steigenden Medienkonsum als Ursachen. Aus diesen Entwicklungen ergibt sich für die Schulen ein wichtiges Handlungsfeld. Zum anderen spiegelt die Gesundheitsförderung aber auch eine bestimmte Sichtweise auf die Schülerinnen und Schüler wieder: Der Schüler wird in seiner Geamtheit als Persönlichkeit mit all seinen Facetten wahrgenommen.   

Unser Ziel ist, dass sich Schüler- und Lehrerschaft an der Schule wohl fühlen können, da dies wiederum das eigentliche Lernen fördert. Eine Schülerbefragung hat ergeben, dass sich immerhin 84 % der Schülerinnen und Schüler in unserer Schule wohlfühlen. Auch 94 % der Lehrkräfte kommen gerne in die Schule, wie eine Befragung ergeben hat. 

Schon 2003 begann die Gesundheitsförderung mit dem Projekt „Rückenschule“. Seit dieser Zeit führen wir verschiedene, klassenübergreifende Projekte durch. Hierzu zählen unter anderem: Der Ausbau eines Fitnessraumes, Mitmachaktionen zu den Themen Ess-Störungen, gesunde Ernährung, Verkehrssicherheit und Drogenprävention, aber auch z. B. eine Typisierung für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS).  

Darüber hinaus organisiert das Gesundheitsteam seit 2009 alle zwei Jahre an den Beruflichen Schulen Bebra einen großen Gesundheitstag für alle Auszubildenden und Schüler. Die vielfältigen Programmangebote an den über 25 Stationen reichen von Teambildungsmaßnahmen über Tae Bo bis zu Entspannungsübungen.

Für ihre Arbeit im Bereich der Gesundheitsförderung erhielt die Schule folgende Teilzertifikate: Bewegung & Wahrnehmung (2007), Ernährungs- & Verbraucherbildung (2008), Verkehrserziehung/Mobilitätsbildung (2008) sowie Sucht- & Gewaltprävention (2009).  


Mit diesen vier Teilzertifikaten konnte die Schule das Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ beantragen und erhielt es im Jahr 2011. 

Die Zertifizierung ist Teil des Programms "Schule & Gesundheit" des Hessischen Kultusministeriums und eine Anerkennung für die in diesen Bereichen geleistete Arbeit.


Nachfolgend finden Sie Informationen zu den drei verpflichtenden Teilzertifikaten und dem von uns gewählten eigenen gesundheitsbezogenen Profilelement Verkehrserziehung/Mobilitätsbildung.

  • Ernährung

    Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist von zentraler Bedeutung für die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit von Jugendlichen. Gleichzeitig verlieren gemeinsames Zubereiten und Verzehren von Mahlzeiten im familiären Umfeld zunehmend an Bedeutung. Zusätzlich wird das Angebot im Zuge der Globalisierung und im Spannungsfeld der Versprechen der Werbeindustrie immer undurchschaubarer. Verantwortungsbewusster Konsum sowie verantwortlicher Umgang mit Lebensmitteln sind daher von zentraler Bedeutung für den Bereich der Ernährungs- und Verbraucherbildung.

    Beispiele aus diesem Bereich...

    In einer Pausenaktion informieren Berufsfachschüler über Herkunft und Produktionsbedingungen von Lebensmitteln. Dabei konnten auch fair gehandelte Lebensmittel probiert werden.

  • Bewegung und Wahrnehmung

    Bewegung und Wahrnehmung sind von großer Bedeutung für die gesamte menschliche Entwicklung. Bewegungsförderrung bezieht sich nicht nur auf den Schulsport, sondern berücksichtigt auch, dass gezielt eingesetzte Bewegungselemente im Fachunterricht zu einem positiven Effekt auf den kognitiven Lernprozess führen. Zu diesem Thema war unsere Schule bereits zwei Mal Gastgeber von Fortbildungsveranstaltungen für interessierte Lehrkräfte des gesamten Schulamtsbezirks.

    Beispiele aus diesem Bereich...

    Mit der Slackline wird die Koordination und die Konzentration gefördert.

  • Sucht- & Gewaltprävention

    Die Sucht- und Gewaltprävention verfolgt zum einen natürlich das Ziel, Schule als suchtmittelfreien Ort zu gestalten. Zum anderen geht es aber um die konstruktive Bewältigung von Konflikten. Hier kommt der Festigung der Persönlichkeit, die Verantwortung für die eigene Gesundheit übernimmt, eine besondere Bedeutung zu.

    Beispiele aus diesem Bereich...

    Deeskalation und Umgang mit körperlicher Gewalt.

    Im Rollenspiel wird die Konfliktbewältigung trainiert.
  • Verkehrserziehung & Mobilitätsbildung

    Das Einzugsgebiet der Beruflichen Schulen Bebra ist relativ groß und hier im ländlichen Raum gelangen viele unserer Schüler motorisiert in die Schule. Sicheres und verkehrsgerechtes Verhalten sind die zentralen Ziele der Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung. Die Verkehrswacht Hersfeld Rotenburg und das Polizeipräsidium Osthessen sind hier wichtige Partner, die unsere Arbeit regelmäßig und tatkräftig unterstützen.

    Beispiele aus diesem Profilelement...

    Im Überschlagsimulator erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie es sich anfühlt, wenn sich das Auto überschlagen hat. Geschultes Personal der Verkehrswacht zeigt, wie man sich aus dieser Situation befreit.
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