Sommerparty als Prüfung

Nach regulär zwei Schuljahren steht in der zweijährigen Berufsfachschule die Abschlussprüfung an. Dabei sind aber nicht nur Rechenkünste oder sprachliche Gewandtheit in Deutsch und Englisch gefragt, sondern auch fachbezogene Inhalte und natürlich auch fachpraktische Fertigkeiten.

 Beispielsweise gehört in der Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft die Auswahl und Zubereitung von Speisen sowie das Dekorieren der Tische zur Prüfung.

„Sabine möchte auf einer Sommerparty italienischen Speisen anbieten und Du sollst ihr Vorschläge dazu unterbreiten“, lautete sinngemäß die Aufgabe, die die Berufsfachschülerinnen und -schüler der anlässlich ihrer Abschlussprüfung gestellt bekamen. 120 Minuten standen für die Rezeptauswahl, die Arbeits- und Zeitplanung, die Einkaufsliste, den Einkauf, das Eindecken und Dekorieren der Gästetische sowie die Auswahl und Herstellung der Dekoration für den Präsentationstisch zur Verfügung.

Am zweiten Prüfungstag standen weitere 240 Minuten auf dem Plan: Die ausgewählten Speisen wurden zubereitet. Anschließend sollten sie auf dem vorbereiteten Tisch präsentiert werden. Dazu mussten die Schülerinnen und Schüler dem gesamten Prüfungsausschuss begründen, warum, welche Zutaten verwendet wurden. Alles zusammen beurteilten die Prüfer dann anhand verschiedener Kriterien wie Entscheidungs- und Planungsfähigkeit, den Arbeitsablauf an sich, die Qualität sowie die angepasste Quantität und eine Eigenbewertung durch die Prüflinge selbst.

So kamen die verschiedensten Vorspeisensalate, pikantes Gebäck und typisch italienische Nachspeisen zustande, die nach der Prüfung auch verspeist worden sind!

„Bestandteil der Aufgabe war im Besonderen, auf die Art der Fette, die Verwendung von frischen Kräutern, frischem Obst und Gemüse sowie auf den Ballaststoffgehalt der verwendeten Lebensmittel zu achten“, erklärte Fachlehrerin Helga Purkl.

Ähnlich praxisbezogen liefen die Abschlussprüfungen in den anderen Fachrichtungen der zweijährigen Berufsfachschule ab.

„An den Beruflichen Schulen Bebra bieten wir die Berufsfachschule in den Fachrichtungen Metalltechnik, Elektrotechnik, Ernährung- und Hauswirtschaft sowie Wirtschaft und Verwaltung angeboten“, erklärte Schulleiter Wolfgang Haas. Neben einer breit angelegten beruflichen Grundbildung bekommen die Schüler in dieser Schulform die Möglichkeit, den mittleren Bildungsabschluss zu erlangen. „Dadurch kann ein vorhandener Hauptschulabschluss sinnvoll ausgebaut werden.“

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