Bildhauerprojekt der FOS-Gestaltung

Schmerzen in den Armen, Blasen an den Händen, Schutzbrillen zum Schutz gegen Absplitterungen, Staub in den Haaren – die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gestaltung an den Beruflichen Schulen Bebra hatten sich ihren ansonsten unterrichtsfreien Samstag sicher anders vorgestellt. So nutzten sie aber die Gelegenheit, beim Meißeln in Kalkstein wertvolle Erfahrungen zu machen.

 Gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Karl Gottbehüt organisierten sie einen Bildhauerlehrgang. Dazu luden sie den Bildhauer Paul-Martin Jähde ein, der ihnen den fachmännischen Umgang mit Schlageisen und Knüpfel erklärte.

Vor der praktischen Arbeit stand allerdings ein theoretischer Teil auf dem Programm des eineinhalb-tägigen Lehrgangs: „Da aus den Kalksteinen Masken entstehen sollten, betrachteten wir zunächst Masken in der Kunst- und Kulturgeschichte“, erklärt Paul-Martin Jähde. „Dabei entsteht im Kopf ein Bild im Kopf.“ Einige Lehrgangsteilnehmer zeichneten sich anschließend eine Vorlage, andere ließen ihr Bild direkt am Stein entstehen. „Fast immer stellt sich bei den Teilnehmern eine Verhaltensänderung ein“, erläutert Jähde. „Das Gefühl, etwas bleibendes geschaffen zu haben und dabei eine innere Hürde überwunden zu haben, weil eine neue, bisher unbekannte Technik angewendet wurde ist schon etwas besonderes.“ Interessant war zu beobachten, mit welcher Kreativität und Motivation die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gestaltung ans Werk gingen: Mit dem Knüpfel, dem runden Holzhammer, und verschiedenen Schlageisen entstanden im Kalkstein pfiffige, skurrile und lustige Gesichter. Manche arbeiteten sogar die Pausen durch und ließen sich auch durch Blasen an den Händen nicht davon abhalten, ihr Kunstwerk fertig zu stellen. „Als Arbeitshilfe und Steinhalter konnten wir auf Baumstammstücke zurückgreifen, die uns der Hessenforst zur Verfügung gestellt hat. Wir wollen sie auch in Zukunft nutzen, wenn wir die Werke ausstellen“, freut sich Studiendirektor Karl Gottbehüt. „Der Lehrgang fand auf freiwilliger Basis statt. ???(Anzahl) nutzten die Gelegenheit. Die Lehrgangskosten übernahmen zum Teil die Schülerinnen selbst, zum Teil übernahm sie der Förderverein der Berufsschule“, so Karl Gottbehüt weiter.

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